BIO

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Christoph Schellhorn ist Gitarrist, Sänger und Songschreiber aus Schwoich bei Kufstein in Tirol. 1983 geboren, begann er früh zu musizieren. Die erste Aufnahme entstand 1985 im Alter von zwei Jahren. Darauf sind Kinderlieder und erste Gitarrenversuche zu hören. Mit neun Jahren begann er die klassische Ausbildung auf Klarinette und Saxophon. Die ersten Gitarrengriffe brachte ihm sein Vater bei. In jungen Teenagerjahren verfeinerte er sein bis dahin großteils autodidaktisch erworbenes Fingerpicking bei renommierten Gitarristen wie Peter Ratzenbeck oder Jacques Stotzem. Das Studium der Musikwissenschaften musste er zugunsten seiner immer häufiger werdenden Live-Auftritte erst einmal abbrechen und auf unbestimmte Zeit verschieben.

Bevor er sich auf seine Karriere als Solokünstler konzentrierte, spielte Christoph Schellhorn hauptsächlich in den Duos Natural Born Pickers (mit Christoph Held) und The Ambassadors (mit Thomas Nagele), jeweils mit vielbeachteten CD-Veröffentlichungen 2003 und 2005. Zu dieser Zeit war er auch viel mit Blueser Konrad Windisch unterwegs und ist u.a. auf dessen CD Blues Hut Sessions aus dem Jahr 2006 zu hören. 2008 schließlich das erste Soloalbum Left to Listen, auf dem Schellhorn Lieblingslieder neu interpretiert und altbewährte Instrumentals neu belebt, gefolgt von Box of Chocolates, das er 2011 gemeinsam mit Rock-Schlagzeuger Martin Wagner aufnahm. Mit ihm ist er seither regelmäßig auch als Live-Act auf Tour und bildet mit Wagner ein Duo mit Seltenheitswert: eine Stimme, eine Gitarre, ein Schlagzeug – handgemachter Singer/Songwriter-Sound mit einer gehörigen Portion Acoustic Rock, humorvoll präsentiert, schnörkellos und direkt. Auf seinem 2013 erschienenen Studioalbum Hard Workin’ Man zelebriert Christoph Schellhorn mit zehn Eigenkompositionen dann wieder Minimalismus pur: Akustisch eingespielt, nur Gitarre und Gesang reichen, um den Bogen von Folk über Fingerstyle bis zum Blues zu spannen. Noch puristischer geht es nur auf der 2014 erschienenen Live-CD Outnumbered – Live in Germany zu: Sie wurde an nur einem Konzertabend aufgenommen und enthält mit 14 Tracks einen breiten Querschnitt der letzten drei Studioalben.

Christoph Schellhorn steht mittlerweile seit 16 Jahren auf der Bühne und hat im Laufe der Zeit mit so unterschiedlichen Künstlern wie Chris Jones, Kieran Halpin, Gottfried Gfrerer, Bill Barrett, Ryan Donohue, Tim McMillan oder Paul Fogarty gearbeitet. Als gefragter Studiogitarrist hat er bereits auf einigen CD-Produktionen mitgewirkt, zuletzt etwa für Peter Ratzenbecks Jubiläumstonträger Argonaut. Im Zuge dieser Zusammenarbeit folgten auch gemeinsame Auftritte mit Andy Irvine, Wilfried oder Andy Baum. Seit 2008 spielt Schellhorn E-Gitarre in der achtköpfigen, hochkarätig besetzten Band Mammut Horns, gegründet von Raoul Herget, der bereits mit Falco und Toto gearbeitet hat. Diese vielseitige Formation teilte sich die Bühne schon mit internationalen Topacts wie Jestofunk, Billy Cobham, Morcheeba oder Hazmat Modine auf Festivals im In- und Ausland.

Ob live oder im Studio: Besonders geschätzt wird Schellhorns Fähigkeit, zwischen verschiedenen Genres schnell und stilsicher zu wechseln. Meist offen gestimmt, bearbeitet er seine Stahlsaiten-Gitarren der Edelschmieden C.F. Martin und Stevens mit Metallpicks und Slide (Bottleneck) für seine spezielle Variante des Fingerpickings, die immer wieder für rätselndes Staunen sorgt.

Seine mittlerweile siebte CD-Produktion Ois wos i hob ist die erste mit Texten auf Tirolerisch. Schellhorn ist sehr nahe am Zuhörer und fächert gleichzeitig seine Gitarren so breit auf wie nie zuvor. Als Dialekt-Fan ist endlich auch Martin Wagner wieder mit dabei und bereichert die Arrangements mit Schlagzeug und Percussions.